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Die Reise startet im Hohen Norden Norwegens, in Kirkenes. Dort gehen wir an Bord der "Kong Harald", eines 1994 gebauten Hurtigrutenschiffes. Bei unwirklichen Bedingungen mit eisigem Wind und Schneefall durchkreuzen wir das europäische Nordmeer und gelangen über das Nordkap, Hammerfest und Tromsö zu der Inselgruppe der Vesteralen. Durch den spektakulären Raftsund und den bezaubernd schmalen Trollfjord erreichen wir Svolvaer, die Hauptstadt der Lofoten. Hier verlassen wir das Schiff und verbringen einige Tage in der atemberaubenden Landschaftsszenerie des Archipels. Schneebedeckte Gipfel, teilweise mit Eis bedeckte Seen, massenweise zum Trocknen aufgehängter Stockfisch, malerische Fischerdörfer, ein Golfplatz und die jahrtausende alte Wikingerkultur ziehen uns in ihren Bann. Weiter geht es an Bord der MS Vesteralen, einem etwas kleineren Boot der 11schiffigen Hurtigrutenflotte. Mit Überschreiten des Polarkreises verlassen wir das "Land der Mitternachtssonne" und schippern entlang eindrucksvoller Küstenstreifen nach Trondheim. Hier schiffen wir uns vorerst aus und besuchen die 180.000 Einwohner zählende Stadt, welche die Heimat des kolossalen Nidarosdoms ist, in dem seit jeher die norwegischen Könige gekrönt werden. Rund 150 km südöstlicher liegt die alte Bergwerks-stadt Röros, die seit 1980 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO steht. Hier gehen wir erstmal unter Tage und besuchen eine alte Kupfermine. Anschließend genießen wir bei einem ruhigen Stadtrundgang die urgemütliche Atmosphäre in der exponierten Ansiedlung. Nun kehren wir wieder an die Küste zurück und fahren über die Atlantikstraße zur norwegischen Jugendstilstadt Alesund, wo wir zum letzten Mal ein Hurtigrutenschiff besteigen und 14 Stunden später in Bergen die Postschiffreise beenden. Mit der Bergenbahn gelangen wir über die Hardangervidda nach Oslo, wo wir bei herrlichem Wetter die nächsten Tage verbringen. Der Weg führt uns vom Holmenkollen ins Stadtzentrum mit der quirligen Karl Johans Gate, dem bewachten Königsschloss, der altehrwürdigen Festung Akershus, dem "Inviertel" Aker Brygge über die neue Oper bis in die überwältigende Vigelandanlage. Rund 100 km in südwestlicher Richtung inmitten der Telemark liegt unser nächstes Ziel. Es ist die historische Stabkirche Heddal, die bereits 1240 errichtet wurde und ein Meisterwerk mittelalterlicher Holzbaukunst darstellt. Nun geht es Richtung Süden, immer der Küstenlinie folgend durch weit verzweigte Schärenlandschaften, die gespickt mit weißen Holzhäuschen ein ganz besonderes Norwegenerlebnis liefern. Mit dem weltbekannten Lysefjord beginnt der landschaftlich reizvollste Teil des Landes - Fjordnorwegen. Etwa 600 m über dem Lysefjord liegt der spektakuläre Aussichtspunkt Preikestolen, den wir nach drei schweiß-treibenden Stunden Aufstieg erreichen. Doch die Anstrengung lohnt allemal - das Panorama ist atemberaubend. Nach einem kurzen Abstecher in die Ölmetropole Stavanger fahren wir nun mitten hinein, in das imponierende Gewirr zwischen dunkelfarbigen Fjorden und hoch aufragenden, schneebedeckten Bergen. An ein schnelles Vorankommen ist hier nicht zu denken, immer wieder sind wir auf Fähren angewiesen, die uns auf die andere Seite des Wasserhindernisses bringen. Doch gemach - der Weg ist das Ziel!

Es ist Ende Mai und die Obstblüte verleiht dem Hardangerfjord inmitten einer Schar von weißen Blüten ein ganz besonderes Flair. Die Sonne scheint und verleiht diesem Teil Norwegens das passende Ambiente. Wir sind mit dem Kajak unterwegs, wandern zu tosenden Wasserfällen und tingeln mit der weltberühmten Flambahn in schwindelerregende Höhen. Nach Wochen in diesem kleinen Paradies erreichen wir erneut Bergen. Diesmal mit mehr Zeit im Gepäck, so dass wir ausgiebig durch das alte Hanseviertel Bryggen schlendern, den Fischmarkt besuchen und mit der Standseilbahn Floibanen zum wunder-schönen Aussichtspunkt Floyen fahren. Anschließend geht es weiter Richtung Norden. Wir überqueren den Sognefjord und wandern zunächst zur imposanten Gletscherzunge Nigardsbreen. Mächtig baut sich das ewige Eis vor uns auf und lässt ab und an ein schauriges Knarrtsen ertönen. Wieder zurück fahren wir über das kleine lauschige Örtchen Balestrand, wo schon der deutsche Kaiser Wilhelm II. sehr gerne seinen Urlaub verbrachte, ins Gaularfjell. Hier erwarten uns meterhohe Schneewände, die der pittoresken Landschaft einen skurrilen Ausdruck verleihen. Je nördlicher wir uns bewegen, umso unberechenbarer wird das Wetter. Am weltberühmten Geirangerfjord sowie am abenteuerlichen Trollstigen empfängt uns zunächst Schneefall, dann Nebel, Regen und schließlich auch Sonne. Ein Wetter wie Anfang April und nicht wie im Juni, was aber das eindrucksvolle Naturerlebnis nur noch verstärkt. Jetzt verlassen wir Fjordnorwegen und fahren über die E 136 bis zum reißenden Sjoafluß, den wir im Rahmen einer actionreichen Raftingtour kennen lernen. Jetzt folgen wir der Europastraße 6 nach Lillehammer, wo wir im vorzüglichen Freilichtmuseum Maihaugen hinter den letzten "Programmpunkt" unserer Reise einen großen Haken setzen. In dieser "lebenden" Museumsanlage werfen wir einen Blick in die Lebensweise des "alten" Norwegens.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass Norwegen sicherlich kein Land für "Warmduscher" ist. Wetterresistenz und Freude an der Natur sind für ungetrübte Urlaubstage ein unbedingtes Muss, doch wer sich für eine Reise nach Norwegen entscheidet, der hat im Regelfall nicht die Erwartung jeden Tag strahlend blauen Himmel und 30° vorzufinden. Wer sich Norwegen zum Ziel macht, der erlebt ein Land in dem Natur noch Natur ist ... der erlebt ein Land mit unglaublich gutgelaunten Menschen ... der erlebt ein Land, das unumstößlich zu den schönsten Reisezielen im Norden Europas gehört!



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